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Die heutige Stadt Solms (140 - 250 m) bildet sich aus den Ortsteilen Burgsolms, Oberbiel, Niederbiel, Albshausen und Oberndorf. Solms hat eine über 1200jährige Vergangenheit, die bis in die fränkische Zeit zurück reicht.

Erstmals wurde Solms im Jahr 788 urkundlich erwähnt. Der Geistliche Rudolfus vermachte am 28.5.788 dem Kloster Lorsch in einer Schenkung eine Kirche, mehrere Höfe, einige Häuser und sogar Land.   Es wird angenommen, daß Oberndorf und Burgsolms die historisch ältesten Ortsteile sind.

Im Mittelalter war Solms Grafschaft. Edelherr Marquard von Solms (1129) war der erste Solmser, der namentlich bekannt war. Seinen Sitz hatte der Edelherr auf der Wasserburg Solms, die Burgsolms auch den Namen gab. Sie entstand um 1100 aus einem Wirtschaftshof. Das damalige Herrschaftsgebiet der Solmser umfaßte ein stattliches Ausmaß. Es erstreckte sich über weite Teile Mittelhessens und entlang der “Hohen Straße”, die von Wetzlar nach Köln führte, und als bedeutende Handelsstraße galt.              

In Biel hatte ein niederadeliges Rittergeschlecht von 1232 bis 1325 seinen Sitz. Als Wohltäter des Klosters Altenberg erlangte es einige Bedeutung.

Im Jahre 1170 gründete der Wanderprediger Gottfried von Beselich das Kloster Altenberg. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erlebte es seine Blütezeit. Die selige Gertrud, die Tochter der heiligen Elisabeth war, lebte zu der Zeit als dritte Meisterin im Kloster. Ihr ist der Bau der Klosterkirche zu verdanken.

Das Solmser Grafengeschlecht teilte sich um 1250 in drei Linien. Ein Teil ging nach Braunfels, wo es die von ihm erbaute Burg bezog. Ein zweiter ging nach Königsberg und der dritte blieb im Burgsolmser Stammsitz.

Im Anfang des 16. Jahrhunderts breitete sich der durch die Reformation entstandene neue Glauben hier schnell aus. Graf Bernhard III. duldete den reformierten Glauben und verhalf ihm so zu seiner Ausbreitung. Sein Sohn Philpp führte im Jahr 1555 offiziel das Lutherische Bekenntnis ein. Sein Reformationsversuch auf Kloster Altenberg scheiterte am hartnäckigen Widerstand der Ordensschwestern. Bis zu seiner Aufhebung im Jahre 1802 blieb Altenberg eine katholische Bastion im Solmser Land.

Während des Dreißigjährigen Krieges wechselten die Besetzer im Solmser Land. Spanier und Schweden besetzten die Dörfer und Schlösser und zwangen die stark gebeutelte Bevölkerung zu Abgaben. Als im Jahre 1648 der bestialische Krieg endlich vorüber war, hatten Hunger und Krankheit die Bevölkerung auf die Hälfte reduziert.

Um 1666 begründete Graf Heinrich Trajectin am Rande von Oberndorf durch den Bau eines Holzkohlehochofens und eines Eisenhammers die “Oberndorfer Hütte”, die bis 1861 immer wieder genutzt wurde.

Langsam ging es wieder aufwärts. Das Handwerk faßte wieder Tritt und die Industriebetriebe brachten die Bevölkerung wieder in Arbeit. Durch die Einführung der Kartoffel und der Fruchtwechselwirtschaft erlebte die Landwirtschaft einen enormen Umbruch.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster Altenberg dem Reich zugesprochen und somit verweltlicht. Die Klosterkirche wurde von nun an unter fürstlichem Patronat von der evangelischen Kirchengemeinde Oberbiel genutzt. Solms - Braunfels verlor seine Besitzungen in Elsass- Lothringen an Frankreich.

Nach einer wirtschaftlichen Blütezeit führte in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eine schwere Wirtschaftskrise zum Untergang mehrerer Bergwerke unt Unternehmen.

Als der zweite Weltkrieg endlich vorüber war, kamen etwa 1500 Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten nach Solms um hier eine neue Heimat zu suchen.

Solms wurden am 7.Juni 1978 die Stadtrechte verliehen. Mit ca.15.000 Einwohnern ist Solms mittlerweile eine attraktive Einkaufsstadt geworden die der Zukunft zuversichtlich entgegen sehen kann.

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